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Jahresrechnung 2025: Trotz rekordhohen Steuererträgen bleiben die Schulden verantwortungslos hoch

2. April 2026 – Nur mit rekordhohen Steuererträgen hat es die Stadt Bern 2025 geschafft, einen ausgeglichenen Jahresabschluss zu erwirtschaften. Gleichzeitig bleiben die Schulden mit 1,5 Milliarden Franken hoch und diverse Nachkredite für das laufende Jahr sind bereits angekündigt. Die Mitte Stadt Bern dankt der Wirtschaft und dem Mittelstand für die wertvollen Steuereinnahmen und fordert vom Gemeinderat, endlich vorausschauende Finanzreserven zu schaffen.

Das kleine Plus von 1,7 Millionen in der Jahresrechnung 2025 trügt: Die Stadt Bern ist weit weg von einer nachhaltigen Finanzpolitik. Trotz rekordhoher Steuererträgen von den Berner Steuerzahlenden und der Wirtschaft – die Abhängigkeit von Fremdkapital und die hohen Schulden bleiben.

Laura Curau, Stadträtin und Parteipräsidentin der Mitte Stadt Bern ist überzeugt:«Die rot-grüne Mehrheit nimmt die seit Jahren hohen Steuereinnahmen als Freipass für ihre immer weiter ausufernde partikularistische Politik. Dank einer funktionierenden Wirtschaft und eines haushälterischen Mittelstands glaubt die Stadt, über ihre Verhältnisse leben zu können. Dabei brauchen wir die Überschüsse dringend für den Finanzspielraum in Zukunft.»

Investitionen bleiben hoch

Die Mitte sieht den weiterhin sehr hohen Investitionsbedarf in Schulen, Freizeitanlagen und Infrastruktur. Die Stadt hat es einmal mehr verpasst, in einem starken Steuerjahr diese nötigen Investitionen mit mehr eigenen Mitteln zu finanzieren. Vielmehr fehlt weiterhin die Fokussierung und Priorisierung im allgemeinen Haushalt auf wirklich städtische Aufgaben.  

Abhängigkeit von steigenden Steuereinnahmen fahrlässig

Die Mitte Stadt Bern verurteilt die aktuelle Finanzpolitik auf Kosten der kommenden Generationen. Es droht, dass die Infrastruktur in Zukunft wegen zu wenig Spielraum nicht mehr Instand gehalten werden kann. Die Stadt Bern muss es schaffen, dank der steigenden Steuereinnahmen auch die Verschuldung einzudämmen. Die rot-grüne Mehrheit im Stadtrat beschliesst dem entgegen Woche für Woche neue Stellen und Aufgaben ausserhalb des städtischen Zuständigkeitsbereiches. Gemäss einer Untersuchung von Avenirsuisse stiegen in Bern zwischen 2011-2022 die Verwaltungsangestellten um 20%, obwohl die Einwohnerzahl nur um 8% zunahm.

Laura Curau betont: «In der aktuellen Konjunkturlage ist die Abhängigkeit von steigenden Steuereinnahmen nicht nur riskant, sondern fahrlässig. Wir begrüssen, dass der Gemeinderat Handlungsbedarf sieht und werden uns in der Budgetdebatte für 2027 entsprechend einbringen sowie schlecht begründete Nachkredite ablehnen.»

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